Einmal Filmstar sein …

Besuch aus Babelsberg

Was für eine bunte, intensive und spannende Woche! Von 15. bis 18. Juni waren fünf Jugendliche und Lehrerin meine Gäste in Trentschin/Trenčín. Die kleine Crew hatte die Aufgabe, mich zu interessanten Orten zu begleiten und Material für einen Dokumentarfilm über meine Arbeit, das Stadtschreiberinnen-Dasein und die Kulturhauptstadt zu drehen. Bis Anfang kommenden Jahres soll daraus ein interessanter Rückblick entstehen, der bei verschiedenen Veranstaltungen gezeigt werden und dann auch im Internet zur Verfügung stehen soll. So einen Dreh habe ich noch nie mitgemacht, wusste also nicht, worauf genau ich mich einlasse. Die Erfahrung war für uns alle sehr bereichernd. Ein tolles Team, bestes Wetter, inspirierende Begegnungen und eine Schulung unserer Flexibilität und Problemlösungsfähigkeiten.

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Das war mein Mai #2

Literarisches in Trenčín, Frankfurt, Wien und Bratislava

Der tschechische Dichter Karel Hynek Mácha schrieb 1836 das romantische Epos Máj (Mai), das bis heute wohl jedes Kind in Tschechien und früher auch in der Slowakei in der Schule gelernt hat. Es beginnt mit Byl pozdní večer – první máj – večerní máj – byl lásky čas (etwa: Spätabend war’s der erste Mai der Abendmai war der Liebe Zeit). Es ist ein Liebesgedicht, das die Schönheit der Natur feiert. Máchas Zeitgenossen war es zu modern. Beim Studium an der Universität Leipzig kamen auch wir Westslawisten nicht an diesem wichtigen Werk vorbei und bis heute klingen die Worte in mir nach. So ist für mich der Mai auch immer ein Monat der Literatur. Und mein Mai 2026 war wirklich sehr literarisch …

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