An einem sonnigen Tag bin ich mit Beatrix Flatt verabredet. Wir kennen uns nicht, aber die Begegnung ist auch nicht zufällig. Beatrix hatte mich über meinen Blog entdeckt und angeschrieben. Auch sie führt einen Blog über ihr Projekt, das mich sehr interessiert. Die Journalistin und Reisebloggerin aus Helmstedt in Niedersachsen direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze war Ende Mai im bulgarischen Burgas auf eine besondere Fahrradtour aufgebrochen. Zwei Monate lang fuhr sie ganz allein am ehemaligen Eisernen Vorhang entlang und machte dabei u. a. in Bratislava Station. Da lag es nahe, auch Trenčín zu besuchen, obwohl es von der Route etwas entfernt liegt.
„Beatrix: Unterwegs am (ehemaligen) Eisernen Vorhang“ weiterlesenKategorie: unterwegs
Auf Spurensuche im Umland: Von Schuhen, Karpatendeutschen und Lebkuchenhäusern
Wir sitzen im Restaurant auf einer Bank, die sehr nah am Tisch steht. Aus dem Aquarium glotzt uns ein Karpfen an. Was er uns wohl sagen will? Das Lokal erinnert ein wenig an eine Höhle, feuchte Luft, Aromen von Moder, Bier und Bratfett. Wir bestellen panierten Käse und Kofola. Ich bin mit Lukáš Cabala und einem deutschen Journalisten im Plzenská verabredet. Das Restaurant „aus alten Zeiten“ ist auch ein Schauplatz in Denkst du noch an Trenčín? Wir sprechen über das Buch, über die Stadt und die Pläne für die kommenden Tage.
„Auf Spurensuche im Umland: Von Schuhen, Karpatendeutschen und Lebkuchenhäusern“ weiterlesenEinmal Filmstar sein …
Besuch aus Babelsberg
Was für eine bunte, intensive und spannende Woche! Von 15. bis 18. Juni waren fünf Jugendliche und Lehrerin meine Gäste in Trentschin/Trenčín. Die kleine Crew hatte die Aufgabe, mich zu interessanten Orten zu begleiten und Material für einen Dokumentarfilm über meine Arbeit, das Stadtschreiberinnen-Dasein und die Kulturhauptstadt zu drehen. Bis Anfang kommenden Jahres soll daraus ein interessanter Rückblick entstehen, der bei verschiedenen Veranstaltungen gezeigt werden und dann auch im Internet zur Verfügung stehen soll. So einen Dreh habe ich noch nie mitgemacht, wusste also nicht, worauf genau ich mich einlasse. Die Erfahrung war für uns alle sehr bereichernd. Ein tolles Team, bestes Wetter, inspirierende Begegnungen und eine Schulung unserer Flexibilität und Problemlösungsfähigkeiten.
„Einmal Filmstar sein …“ weiterlesenDas war mein Mai #2
Literarisches in Trenčín, Frankfurt, Wien und Bratislava
Der tschechische Dichter Karel Hynek Mácha schrieb 1836 das romantische Epos Máj (Mai), das bis heute wohl jedes Kind in Tschechien und früher auch in der Slowakei in der Schule gelernt hat. Es beginnt mit Byl pozdní večer – první máj – večerní máj – byl lásky čas (etwa: Spätabend war’s – der erste Mai – der Abendmai – war der Liebe Zeit). Es ist ein Liebesgedicht, das die Schönheit der Natur feiert. Máchas Zeitgenossen war es zu modern. Beim Studium an der Universität Leipzig kamen auch wir Westslawisten nicht an diesem wichtigen Werk vorbei und bis heute klingen die Worte in mir nach. So ist für mich der Mai auch immer ein Monat der Literatur. Und mein Mai 2026 war wirklich sehr literarisch …
„Das war mein Mai #2“ weiterlesenDas war mein Mai #1
Es ist bewölkt, ich sitze am Schreibtisch, draußen rauscht der Verkehr und zwitschern die Amseln. 2. Juni – wo ist nur die Zeit geblieben?! Der Mai verging wie im Flug, meine Aktivitäten waren so wechselhaft wie das Wetter. Zwischen Kennenlerntreffen, Veranstaltungen, Übersetzungsarbeit, Lese- und anderen Reisen, Einkaufen und Gartenarbeit war es gar nicht so leicht, Ruhe zu finden, um die Gedanken und Eindrücke festzuhalten. Weil all das kaum in einem Beitrag unterzubringen ist, wird es eher eine Art Foto-Story.
„Das war mein Mai #1“ weiterlesen